Interview with Neil Finnie, Founder of Corkscrew www.corkscrew.io , Exeter, United Kingdom

 

1. Erzählen Sie uns etwas über sich selbst

Ich helfe gern jungen Menschen, ihre Potenziale zu erschließen, und da ich die Start-up-Welt mag, war es mein Traum eine Organisation zu gründen, die beide diese Dinge kombiniert. Corkscrew wird von der EU finanziert und hat bisher über 150 junge Menschen ausgebildet. Unser Ziel ist es, diese Ziffer im nächsten Jahr zu verdoppeln, und wir eröffnen auch Ausbildungszentren in Barcelona und Berlin. Ich beginne viel zu reisen, was mich zusammen mit meinen zwei jungen Kindern und meinem normalen Arbeitsalltag unter zunehmenden Druck gesetzt hat. Ich kann nicht besonders gut delegieren, obwohl ich meinen Studenten beibringe, dass es eine der wichtigsten Fähigkeiten sei, die es zu meistern gilt, damit man sich auf das Wachstums seines Unternehmens konzentrieren kann!

2. Warum haben Sie sich entschieden, eine Online-PA einzustellen?

Als ich erkannte, dass ich nicht an Dingen arbeitete, die eine Rolle spielen, und dass sowohl die Qualität meiner wichtigen Arbeit als auch mein Familienleben darunter litt. Ich hatte mir bereits seit geraumer Zeit überlegt, eine Online-PA einzustellen, fand aber nie die Zeit, den Prozess einzuleiten – eine echte Zwickmühle. Das Fass wurde wohl endgültig zum Überlaufen gebracht, als ich einen ganzen Samstag mit Arbeit mit sehr grundlegenden Aufgaben verbachte, während meine Kinder draußen im Garten spielten. Ich dachte mir: „Warum tue ich dies? Es muss doch eine bessere Art und Weise geben!“

3. Was waren Ihre Bedenken über die Einstellung einer Online-PA?

Ich hatte nicht wirklich Bedenken über die Einstellung einer Online-PA, weil ich in Übersee viele Arbeitsplätze, Webseitendesigns, Suchmaschinenoptimierungsarbeit und selbst Spendensammlungs­anträge ausgelagert habe. Daher kenne ich mich mit der Online-Welt gut aus und fühle mich damit wohl. Ich würde mich daher als frühen Anwender bezeichnen. Ich hatte jedoch meine Bedenken über die Einstellung einer PA. Ich wusste, dass ich eine Vollzeit-PA weder brauchte, noch sie mir leisten konnte – noch nicht einmal eine Teilzeit-PA. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, wie viel Zeit ich wirklich brauchte, und wollte mich daher zu nichts verpflichten. Aus diesem Grund zog mich der AVirtual-Service an. Ich mochte die Flexibilität, mit der ich ein Paket wählen kann und damit wachsen kann, während ich mich mit einer Online-PA zurechtfinde. Bisher war es für mich eine sehr lohnende Erfahrung.

4. Welche Aufgaben haben Sie aus der Hand gegeben?

Zunächst fand ich es sehr schwierig zu überlegen, was ich aus der Hand geben könnte. Eines Nachmittags setzte ich mich also hin, und verfasste eine Liste meiner täglichen Aufgaben. Daraufhin markierte ich, was 1. kritisch ist für das Unternehmen und 2. was ich womöglich aus der Hand geben könnte. Die Resultate waren recht erschreckend, da ich erkannte, dass ich etwa 40% meiner Zeit mit Dingen verschwendete, die ich entweder delegieren konnte oder die nicht für das Wachstum des Unternehmens kritisch waren. Mich an dem Nachmittag für eine Stunde hinzusetzen, hat mir also etwa 60 Stunden im Monat eingespart! Um diese delegierten Aufgaben zu verwalten, muss ich wohl etwa eine Stunde die Woche investieren, aber die Rentabilitätsrechnung für diese Zeit ist deutlich zu sehen.

5. Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der es sich überlegt, eine Online-PA einzustellen?

Erstens, tun Sie, was ich oben beschrieben habe. Ihre Zeit ist Ihr wertvollstes Gut. Analysieren Sie, wie Sie Ihre Zeit verbringen, denn Sie können es sich nicht leisten, etwas davon zu verschwenden. Ich betrachte meine PA Natasha als meine Geheimwaffe. Es kommt mir vor, als gäbe es zwei von mir, und obwohl ich so viel mehr erreiche, bin ich gelassener und glücklicher.

6. Haben Sie einige letzte weise Worte?

An dieser Stelle zitiere ich John Ortberg :

„Ich habe keine Schwierigkeiten mit Delegierung. Ich delegiere gern. Entweder bin ich faul genug, oder beschäftigt genug, oder vertrauensvoll genug, oder entgegenkommend genug, dass die Vorstellung, Aufgaben jemand anderem zu überlassen, mir nicht weise vorkommt, sondern attraktiv klingt.“

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